SCOBY teilen: wann es Zeit ist, wie man es macht, was man weitergibt
Kurz gesagt
Ein SCOBY wird geteilt, wenn der Stapel dicker als anderthalb bis zwei Zentimeter ist oder wenn man eine Scheibe weitergeben will. Man zieht mit sauberen Händen die jüngste, hellste Schicht ab, schneidet bei Bedarf mit einem sauberen Messer, und gibt jede Scheibe mit einer Tasse fertigem Kombucha weiter. Nie die Scheibe allein.
Teilen ist der einfachste Handgriff der ganzen Kombucha-Praxis und der, vor dem Anfänger am meisten zurückschrecken. Die Scheibe sieht lebendig aus, und das ist sie, aber sie ist robust. Man kann sie reißen, schneiden, zerteilen, jedes Stück arbeitet weiter.
Wann man teilt
- Der Stapel ist zu dick. Ab anderthalb bis zwei Zentimetern fermentiert der Ansatz schneller und saurer, und der Kombucha ist nach fünf Tagen schon Essig. Teilen bringt die Dauer zurück auf sieben bis zehn Tage.
- Sie wollen ein zweites Glas. Für eine andere Teesorte, für eine größere Menge, für Experimente.
- Jemand fragt. Der klassische Weg, wie SCOBYs seit Jahrzehnten wandern.
- Das Hotel braucht einen Gast. Eine Reserve für Pannen und Urlaub.
Was kein Grund ist: eine Scheibe, die schräg hängt, Löcher hat oder dunkle Stellen zeigt. Das sind Schönheitsfehler, keine Signale.
Der Handgriff
- Hände waschen, Teller bereitstellen
Mit Seife, gut abspülen, keine parfümierte Creme danach. Einen sauberen Teller daneben stellen.
- Den Stapel herausnehmen
Beim Abfüllen den ganzen SCOBY aus dem Glas heben und flach auf den Teller legen. Die hellste Seite ist die jüngste Schicht.
- Die Schichten trennen
Mit den Fingernägeln an einer Kante zwischen zwei Schichten ansetzen und langsam auseinanderziehen. Meist lösen sie sich wie zwei Blätter Papier. Wenn nicht: mit einem sauberen Messer einschneiden und weiterziehen.
- Bei Bedarf schneiden
Eine große Scheibe lässt sich mit dem Messer halbieren oder vierteln. Jedes Stück wächst beim nächsten Ansatz wieder zu einer vollen Scheibe heran.
- Jedes Stück mit Starter versorgen
Eine Scheibe zurück ins Glas für den nächsten Ansatz, mit der zurückbehaltenen Tasse Kombucha. Jede andere Scheibe in ein Glas oder einen Beutel mit mindestens einer Tasse fertigem Kombucha. Ohne Starter kein Weitergeben.
Weitergeben oder verschicken
Für die Übergabe am selben Tag reicht ein sauberes Schraubglas mit der Scheibe und einer Tasse Kombucha, Deckel nur lose zugedreht. Für den Postweg kommt die Scheibe mit 250 ml Kombucha in einen dichten Lebensmittelbeutel, der in einen zweiten Beutel kommt, dann gepolstert in einen Karton. Zwei bis vier Tage Transport schaden nicht, auch im Sommer. Beilegen: eine kurze Anleitung mit den Mengen, 1 Liter Tee, 3 Beutel, 80 g Zucker, 7 bis 10 Tage, 20 bis 25 °C, und der Hinweis, den Tee vollständig abkühlen zu lassen.
Welche Schicht behalten
| Schicht | Aussehen | Verwendung |
|---|---|---|
| Jüngste, oben | Hell, glatt, 3 bis 6 mm | Weitergeben, zweites Glas. Arbeitet schnell und sauber. |
| Mittlere | Beige, fest, mit Blasen | Behalten für den eigenen Ansatz. Die zuverlässigste. |
| Älteste, unten | Dunkel, dick, mit Hefefäden | Ins Hotel oder in den Kompost. Arbeitet langsamer. |


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Kombucha-SCOBY bestellenFragen zum Teilen
Kann man einen SCOBY mit dem Messer schneiden?
Ja, mit einem sauberen Messer. Jedes Stück arbeitet weiter und wächst beim nächsten Ansatz zu einer vollen Scheibe heran. Edelstahl schadet in dem Moment nicht.
Wie groß muss ein SCOBY-Stück mindestens sein?
Ein Stück von der Größe einer Handfläche mit einer Tasse Starter reicht für einen Liter. Kleinere Stücke funktionieren auch, brauchen aber einen Ansatz länger.
Der SCOBY ist beim Teilen eingerissen, ist das schlimm?
Nein. Risse, Löcher und Fetzen stören die Kultur nicht. Die neue Schicht bildet sich an der Oberfläche unabhängig von der Form der alten.